Satzung

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
§ 2 Zweck
§ 3 Mitgliedschaft
§ 4 Mitgliedsbeiträge
§ 5 Organe
§ 6 Vorstand
§ 7 Ehrenmitglieder
§ 8 Mitgliederversammlung
§ 9 Auflösung des Vereins

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

Der Verein führt den Namen „Verein zur Förderung der jüdischen Kultur und zur Errichtung des ersten jüdischen Theaters und Schauspielhauses in Deutschland“; nach der Eintragung in das Vereinsregister mit dem Zusatz „e.V.“.

Der Sitz des Vereins ist Köln.

Der Verein wurde am 09.08.97 gegründet.

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§ 2 Zweck

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die jüdische Kultur auf allen Ebenen zu fördern, insbesondere durch die Gründung eines ersten jüdischen Theaters in Deutschland mit eigenem Haus, einem festen Ensemble und verschiedenen Ensemble-Programmen- von Theater über Comedy bis hin zu Musicals und Revuen.

Köln ist als kulturell aktive, aber auch weltoffene Stadt, ein idealer Standort für dieses Projekt, der Verein erweckt mit Hilfe des Theaters die jüdische Kultur in Deutschland in Form einer lebendigen Kunst wieder zum Leben. Das Theater, als kulturelles Medium, baut einerseits Vorurteile und andererseits Berührungsängste ab, mit dem Ziel, eine Normalität in Deutschland zu erreichen, die ein solcher Verein in Zukunft überflüssig machen wird.

Der Verein soll die breite Öffentlichkeit über das Vorhaben informieren und eine passende Lokalität für das Theater finden.

Es soll Kontakte zu eventuellen Sponsoren knüpfen sowie zur Errichtung des Hauses notwendigen Gelder sammeln.

Desweiteren soll der Verein mit den gesammelten Mitteln eine Existenz des Theaters für zwei Jahre sichern oder bis zu dem Zeitpunkt, zu dem eine wirtschaftliche Selbstständigkeit erreicht ist.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des § 51 AO.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins zur gleichberechtigten Verwaltung an die Synagogen Gemeinde Köln und an die Lauder-Morijah Grundschule zur Unterstützung jüdischer Erziehungseinrichtungen in Köln.

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§ 3 Mitgliedschaft

Förderndes oder aktives Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die die Satzung des Vereins anerkennt und bereit ist, die Ziele des Vereins zu unterstützen. Fördermitglieder unterstützen den Verein durch Zahlung von jährlichen Förderbeiträgen. Nur die aktiven Mitglieder besitzen das aktive und passive Wahlrecht und das Stimmrecht. Mit der Aufnahme verpflichten sie sich zur Zahlung von jährlichen Mitgliedsbeiträgen. Die Mitgliedschaft ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen. Über die Aufnahme der Mitglieder entscheidet der Vorstand. Der Vorstand kann die Aufnahme verweigern, wenn dieses im Interesse des Vereines geboten erscheint. Gegen eine ablehnende Entscheidung kann innerhalb eines Monats nach Zugang schriftlich Beschwerde eingelegt werden, über die von der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung entschieden wird. Die Beschwerdeentscheidung wird schriftlich mitgeteilt. Ein Anspruch auf Mitgliedschaft besteht nicht.

Die Mitgliedschaft endet

a) mit dem Tod (natürliche Personen) oder der Auflösung (juristische Person) des Mitglieds

b) durch Austritt

c) durch Ausschluss aus dem Verein

Der Austritt muss schriftlich gegenüber einem Vorstandsmitglied erklärt werden. Er ist nur unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres möglich. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in schwerwiegender Weise gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat. Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstandes die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.

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§ 4 Mitgliedsbeiträge

Die Mitglieder zahlen Mitgliedsbeiträge, über deren Höhe und Fälligkeit die Mitgliederversammlung entscheidet.

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§ 5 Organe

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Die Mitgliederversammlung kann die Bildung weiterer Vereinsorgane oder Gremien beschließen.

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§ 6 Vorstand

Der Vorstand besteht aus drei Personen, dem Vorsitzenden und seinen zwei Stellvertretern. Jedes Mitglied des Vorstandes ist allein zur Vertretung des Vereins berechtigt.

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§ 7 Ehrenmitglieder

Vom Vorstand können Ehrenmitglieder benannt werden. Als Ehren-mitglieder können insbesondere prominente Persönlichkeiten benannt werden, die sich durch eine besondere Förderung des in § 2 dieser Satzung dargestellten Vereinszwecks verdient machen oder in sonstiger Weise die jüdische Kultur in Deutschland in der Öffentlichkeit unterstützen. Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

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§ 8 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für folgende Angelegenheiten:

a) Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstandes und Entlastung des Vorstandes

b) Festsetzung der Höhe und Fälligkeit des Mitgliedsbeitrages

c) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes

d) Änderung der Satzung

e) Auflösung des Vereins

f) Entscheidung über die Beschwerde gegen die Ablehnung eines Aufnahmeantrags.

g) Ausschluss eines Vereinsmitglieds

Die Mitgliederversammlung findet jedes Jahr, möglichst im ersten Quartal, statt.

Sie wird vom Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen unter Angabe der Tagesordnung einberufen.

Der Fristablauf beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die dem Vorstand zuletzt bekannt gegebene Anschrift gerichtet wurde. Jedes aktive Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor Beginn der Mitgliederversammlung schriftlich die Ergänzung der Tagesordnung verlangen. Danach und in der Mitgliederversammlung gestellte Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung können nur durch Entscheidung der Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit zugelassen werden.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn der Vorstand die Einberufung aus dringenden wichtigen Gründen beschließt oder wenn 1/10 aller Mitglieder schriftlich unter Angabe der Gründe die Einberufung vom Vorstand verlangt.

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden, bei dessen Verhinderung von einem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Leiter.

Jedes anwesende aktive Mitglied hat eine Stimme. Stimmüber-tragungen sind nicht zulässig. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Stimment- haltungen werden nicht mitgezählt. Für Satzungsänderungen ist

eine 3/4 Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, für die

Änderung des Vereinszwecks und die Auflösung des Vereins eine solche von 4/5 der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

Die Mitglieder des Vorstandes werden einzeln gewählt, zuerst der Vorsitzende, dann die beiden stellvertretenden Vorsitzenden.

Es gilt der Kandidat als gewählt, der die meisten abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Versammlungsleiter durch Ziehung eines Loses.

Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, welches von dem Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.

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§ 9 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in § 8 geregelten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und die stellvertretenden Vorsitzenden gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Die vorstehenden Vorschriften gelten entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

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