Politik

Statements zur symbolischen Grundsteinlegung des ersten jüdischen Theaters im Kölner Rheinauhafen am 26.10.2000

Modernes Köln
Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH

Mit großem Interesse haben wir von Ihren Plänen erfahren, in Köln ein jüdisches Theater fest zu installieren. Ihr Ansinnen, als Spielstätte den Rheinauhafen zu wählen, begrüßen wir. Auch von der Häfen und Güterverkehr Köln AG, als Eigentümerin der Liegenschaft, wird diese Idee unerstützt. Als mögliche Spielstätte kommen verschiedene Gebäude, die im Rahmen der Neubebauung weiter genutzt werden, in Betracht. (....) Ferner hat sich die Häfen und Güterverkehr Köln AG bereit erklärt, gemeinsam mit Ihnen eine provisorische Spielstätte im Hafengebiet zu suchen, um Ihnen eine Interimslösung zu bieten.

Ortwin Gönner, Geschäftsführung

Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Zusammenfassend teilen wir Ihnen mit, dass wir Ihre bisherigen Leistungen und Planungen sehr begrüßen. (...) Sie wissen, dass Sie sich wegen eventueller Fördermaßnahmen an die Abteilung Stadtentwicklung meines Hauses wenden können. Für den Fall einer dauerhaften Theaterarbeit in eigenen Haus halte ich natürlich daran fest Ihnen nach meinen finanziellen Möglichkeiten einen einmaligen Zuschuss zu gewähren. Für die Erröffnungssaison ist Herr Minister Vesper gerne bereit, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

i.A. Wolfgang Kral

Presseerklärung des kulturpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion im Landtag und Kölner Kreisvorsitzenden der CDU,

Herrn Richard Blömer

"Die Pläne (....), in der Domstadt das erste jüdische Theaterhaus Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg zu errichten, werden von mir nachdrücklich unterstützt", erklärt der Kulturpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Kölner CDU-Kreisvorsitzende Richard Blömer. Das hierfür erforderliche feste Haus sollte nach Auffassung Blömers im Rheinauhafen entstehen, um entsprechende finanzielle Unterstützung des Landes realisieren zu können.

Diese Pläne wurden bereits von dem verstorbenen Oberbürgermeister Harry Blum unterstützt und sollen nunmehr so bald wie möglich konkrete Formen annehmen. Blömer erwartet vom Rat der Stadt Köln ebenso rückhaltlos Unterstützung wie auch vom Kulturministerium Nordrhein-Westfalen.

"Gerade in der gegenwärtigen Situation würde die Stadt Köln mit Ihrer Unterstützung ein deutliches Zeichen setzen und neben dem geplanten jüdischen Museum an die kulturellen Traditionen der Zeit vor der nationalsozialistischen Machtergreifung anknüpfen", so Blömer abschließend.

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Bündnis 90 / Die Grünen im Kölner Rat

Wir (...) möchten ihnen mitteilen, daß wir es sehr begrüßen, daß Sie Köln als Standort für das erste jüdische Theater gewählt haben. Wir sichern Ihnen unsere volle Unterstützung zu.

Peter Sörries, kulturpolitischer Sprecher
Angela Spizig, Bürgermeisterin

SPD im Rat der Stadt Köln

(....) Ganz sicher wird Ihr Theater einen neuen, national und international beachteten Glanzpunkt im Kulturleben dieser Stadt darstellen. Der Kölner Szene wird noch einmal eine interessante, bunte Facette hinzugefügt, sie gewinnt zusätzliche Vielfältigkeit und Qualität. Ihr Haus wird dazu beitragen, was durch verbrecherischen Wahnsinn an jüdischer Kultur in Deutschland vernichtet wurde, in Erinnerung zu rufen. Aber es wird nicht nur dieser gerade jetzt so notwendigen Erinnerungsarbeit dienen, sondern Auseinandersetzung mit, auch Freude am Kennenlernen zeitgenössischer jüdischer Aktivität im Bereich Theater, Tanz, Musik in und außerhalb Deutschlands ermöglichen.

Auf dem Weg zur endgültigen Realisierung Ihres Projekts begleiten Sie unsere Glückwünsche für den erreichten Stand, ein herzliches "Weiter So" für die Vollendung und unser Angebot zum Gespräch und zur Hilfestellung, wo immer das sinnvoll und möglich ist.

Ralph Sterck / FDP zur Grundsteinlegung [ Brief runterladen ]